Der Au Pair Vertrag

  • Sie haben Ihren Wunschkandidaten oder Ihre Wunschkandidatin gefunden, bereits Kontakt über das Internet aufgebaut und vielleicht sogar schon ein Gespräch über Skype geführt?

    Herzlichen Glückwunsch! Damit sind Sie der Teilnahme am Au Pair Programm schon um einiges näher gerückt!

 Wenn Sie vom Au Pair bereits eine positive Rückmeldung bekommen haben und die Entscheidung für Sie als Gastfamilie bereits gefallen ist, können Sie nun zum Eingemachten übergehen - dem Aufsetzen des gemeinsamen Au Pair Vertrags.

Der Vertrag bildet die Grundlage für das gesamte Programm und ist daher absolut unerlässlich!

Warum ist ein Au Pair Vertrag so wichtig?

Wenn Sie ein Au Pair aufnehmen möchten, das von außerhalb der EU kommt, wird der Vertrag für die Beantragung des Visums benötigt. Nur gegen Vorlage des Vertrags kann eine Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt werden!

Aber auch bei Au Pairs aus der EU gilt: Ein Vertrag bietet beiden Seiten ein gewisses Maß an Sicherheit und sollte auch dann abgeschlossen werden, wenn er für die Einreise nicht zwingend erforderlich ist.

Weitere Vorteile

Indem Sie sich mit Ihrem Au Pair gemeinsam auf die Rahmenbedingungen des Aufenthalts einigen, schaffen sie eine solide Grundlage für das künftige Verhältnis zueinander. Es geht bei Abschluss des Vertrags nicht in erster Linie darum, bei Zuwiderhandlungen Konsequenzen ziehen zu können. Stattdessen soll ein Au Pair Vertrag dafür sorgen, dass beide Seiten realistische Erwartungen an die gemeinsame Zeit entwickeln. So können Sie verhindern, dass es nach der Ankunft des Au Pairs zu Enttäuschungen kommt.

Wie muss der Vertrag aussehen?

Bei dem Au Pair Vertrag handelt es sich um eine Übereinkunft, die zwischen der Gastfamilie und dem Au Pair zustande kommt. Darin werden die Rahmenbedingungen für den Ablauf des Austauschprogramms festgelegt. Diese können ganz allgemein die Aufenthaltsdauer und den Umfang der Arbeitszeit betreffen. Aber auch abweichende Vereinbarungen oder besondere Bedürfnisse der Gastfamilie können darin aufgenommen werden.

Wichtig ist vor allem, dass Beginn und Ende des Verhältnisses mit einem jeweils festgelegten Datum im Vertrag festgehalten werden. Außerdem müssen die Arbeitszeiten sowie Vereinbarungen zu freien Tagen und Urlaubsansprüche Teil des Vertrags sein.

Neben diesen formellen Rahmenbedingungen des Programms sollten sämtliche Aufgaben und Pflichten des Au Pairs der Gastfamilie gegenüber einerseits und dessen Ansprüche an die Familie andererseits festgelegt werden.

Dazu gehören eine möglichst genaue Beschreibung der Tätigkeiten, die das Au Pair während seines Aufenthalts ausführen soll, die Art der Unterbringung und Verpflegung sowie sämtliche Vereinbarungen, die über die üblichen Aufgabengebiete eines Au Pairs hinausreichen (beispielsweise die Pflege von Haustieren).

Weiterhin sollte der finanzielle Aspekt im Vertrag geregelt sein. Dazu gehört vor allen Dingen die Höhe des Taschengeldes. Legen Sie außerdem fest, ob dieses wöchentlich oder pro Monat ausgezahlt wird. Viele Gastfamilien übernehmen außerdem einen Teil der Reisekosten. Sollten auch Sie sich dazu entschließen (eine Verpflichtung besteht nicht), halten Sie die Höhe des Betrags und die Form der Auszahlung ebenfalls fest.
Au Pairs, die zur Einreise ein Visum benötigen, sind häufig dazu verpflichtet einen Sprachkurs zu besuchen. An den Kosten müssen Sie sich bis zu einer Höhe von 50 € pro Monat beteiligen.

Aus dem Vertrag sollte außerdem hervorgehen, wer für die Versicherung des Au Pairs zuständig ist. In der Regel sind Sie als Gastfamilie für die Versicherung Ihres Au Pairs verantwortlich. Sie sollten jedoch im Voraus herausfinden, ob zwischen Deutschland und dem Heimatland Ihres Au Pairs ein Gesundheitsabkommen besteht. Au Pairs aus der EU können in der Regel auf bereits bestehende Versicherungen zurückgreifen und müssen dazu lediglich eine Europäische Gesundheitskarte beantragen. Zudem kann es sein, dass Ihr zukünftiges Au Pair bereits privat versichert ist.

Wenn Ihr Au Pair aus einem Land außerhalb der EU kommt, müssen in der Regel einige Formalitäten erledigt werden. Schreiben Sie daher im Vertrag auf, welcher Partei die Verantwortung für Anträge, An- und Abmeldungen bei Behörden oder andere Vorgänge zukommt.

Zu guter Letzt sollten Sie sich ebenfalls auf das mögliche Szenario vorbereiten, dass eine der beiden Vertragsparteien mit dem Ablauf des Programms unzufrieden ist und daher vorzeitig aussteigen möchte. Legen Sie also eine entsprechende Kündigungsfrist fest und besprechen Sie, wie im Falle einer Beendigung des Verhältnisses vorgegangen werden soll.

 

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Punkte in der Übersicht:

  • Dauer des Verhältnisses unter Angabe des Start- und Beendigungstermins
  • Höhe des Taschengeldes und Form der Auszahlung
  • Arbeitszeiten
  • Freizeit und Urlaubsansprüche
  • Kosten für An- und Abreise
  • Kosten für einen Sprachkurs
  • Versicherung
  • Aufgaben und Pflichten des Au Pairs
  • Art der Unterbringung und Verpflegung
  • Kündigungsfrist
  • Verantwortung für Formalitäten
  • Notfallkontakte

Zu Beginn dieser Seite finden Sie den Link zu einer kostenlosen Vorlage für Ihren Au Pair Vertrag!